Schon während des Pharmaziestudiums interessierte ich mich besonders für das Fach Botanik. Im Arzneipflanzengarten des Deutschen Medizinhistorischen Museums kann ich sowohl die pharmazeutischen als auch die medizinhistorischen Teilgebiete der Pflanzen beleuchten, da hier verschiedene Aspekte der Botanik vereint werden: die Geschichte der Pflanzen, wie sie zu ihren Namen kamen, wie sie früher verwendet wurden, wann sie in Kräuterbüchern auftauchten, ob sie als Küchengewürz verwendet wurden, bis hin zur aktuellen Verwendung in der Phytotherapie unter wissenschaftlichen Aspekten – so wird ein Bogen bis in die Gegenwart gespannt.

Die Dosis macht das Gift.

Arzneipflanzen und ihre berühmten Opfer

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„Die Dosis macht das Gift” – dieses Zitat von Paracelsus haben viele schon einmal gehört. Auch der Tod von Sokrates durch den „Schierlingsbecher“ ist manch einem geläufig. Aber welche Einzelschicksale stecken hinter dem Tod dieser Menschen? War es Mord, Selbstmord oder einfach nur Unachtsamkeit? Wie wirken die pflanzlichen Gifte im menschlichen Körper? Und wie ist es möglich, dass diese tödlichen Pflanzen auch Krankheiten heilen können?

Ich gebe bei der Themenführung durch den Arzneipflanzengarten des Deutschen Medizinhistorischen Museums Antwort auf diese und andere Fragen zu den „Killerpflanzen” unter den Heilkräutern.

Dauer: 60 Min.

Unreines Bier!

Arzneipflanzen im Bier- vor (und nach) dem Reinheitsgebot

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Im Jahr 1516 wurde das Bayerische Reinheitsgebot erlassen – und zwar in Ingolstadt! Uns interessiert, warum dieses Gebot überhaupt nötig wurde. Was hat man vorher eigentlich ins Bier gemischt? Und aus welchem Grund?

Ich stelle bei dem Rundgang durch den Arzneipflanzengarten des Deutschen Medizinhistorischen Museums eine Auswahl der Pflanzen vor, die zur Herstellung des „unreinen“ Bieres verwendet wurden – darunter auch das Bilsenkraut (Solanaceae Hyoscyamus niger L.)

Dauer: 60 Min.

Gingko, Quitte, Hopfen.

Die grüne Kulisse des Arzneipflanzengartens

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Dabei geht es um die Pflanzen am Rande des Arzneipflanzengartens, die seine grüne Kulisse bilden und die aufgrund ihrer Größe oder ihrer Standortvorlieben aus dem Rahmen der barocken Gartenordnung fallen.

Dauer: 60 Min.

Was blüht denn da?

Interessante Blüten im Arzneipflanzengarten

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Im Arzneipflanzengarten des Deutschen Medizinhistorischen Museums gibt es zu (fast) jeder Jahreszeit interessante Blüten zu entdecken.

Die Apothekerin und Gartenerlebnisführerin Sigrid Billig stellt bei dem Rundgang durch den Arzneipflanzengarten die saisonalen Schönheiten vor und berichtet von ihrer Bedeutung für die Medizin damals und heute. Dabei kommen auch die spannenden Geschichten nicht zu kurz, die sich um manche dieser Pflanzen ranken.

Dauer: 60 Minuten

Details zu meinen Führungen:

bis 12 Pers.
60 min. (Standardführung) 30,00 € pauschal.
90 min. (Maxiführung) 45,00 € pauschal

über 12 Pers.
60 min. (Standardführung) 2,50 € pro Pers.
90 min. (Maxiführung) 3,75 € pro Pers.

Buchung über:
dmm@ingolstadt.de
0841 305 2863 (vormittags)

Hier können Sie das Buchungsformular downloaden

Über den Garten

Von den botanischen Gärten der deutschen Universitäten sind heute nur noch zwei am alten Platz, einer davon in Ingolstadt. 1723 schuf die Medizinische Fakultät auf dem Gelände hinter dem Anatomiegebäude einen „Hortus medicus”, in dem die Medizinstudenten in Botanik und Arzneimittellehre unterrichtet wurden. 1992 wurde diese Tradition mit der Anlage eines Arzneipflanzengartens und eines Duft- und Tastgartens wiederbelebt.

Auf ornamentalen, von Buchsbaumhecken eingefassten Flächen sind einzelne Beete abgeteilt, auf denen die Pflanzen nach Wirkstoffgruppen zusammengefasst und nach Familien gegliedert angeordnet sind. Die Gruppen umfassen im Einzelnen: Ätherische Öle, Alkaloide, Saponine, Schleime, Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe und Glykoside. Eine Sonderabteilung zeigt Arten mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen, die in der Homöopathie und Volksmedizin häufig verwendet werden. Die Auswahl orientierte sich an dem aktuellen Grad der Gebräuchlichkeit in Medizin, Naturheilkunde und Selbstmedikation. Natürlich kann es nicht Sinn des Gartens sein, Anleitung zur Behandlung aller möglichen Krankheiten zu geben, wohl aber Einblicke und Kenntnisse in den heutigen Arzneipflanzenschatz und die Begegnung mit dem lebendigen Träger wertvoller Wirkstoffe zu vermitteln.
Eine Besonderheit ist der Duft- und Tastgarten, dessen mit Blindenschrift versehene Hochbeete auch Rollstuhlfahrern und Blinden einen genussvollen Gartenbesuch ermöglichen. Hier wächst eine Auswahl von rund 50 Heilpflanzen, die sich durch besonders charakteristische Strukturen oder besonders intensive Duftnoten auszeichnen: Schachtelhalm etwa und Rosmarin, Eukalyptus und Minze, Stechapfel und Eibisch.

Ich freue mich auf Ihren Kontakt

Sigrid Billig

Anatomiestr.18-20
85049 Ingolstadt

www.dmm-ingolstadt.d

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